Erklärung

Die Begriffe Produktionsplanung und Produktionssteuerung stammen aus den Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik. Sie beschreiben Systeme zur Planung und Durchführung der Produktion von Produkten, um einen reibungslosen und wirtschaftlich optimierten Produktionsprozess zu ermöglichen.

Die Herstellung der Produkte wird systematisch hinsichtlich Terminierung, Kapazitäten und Kosten geplant und gesteuert, um maximale Effektivität und Effizienz zu erreichen.

Während in der Produktionsplanung die Vorgänge mittel- bis kurzfristig (Monate bis Wochen) vorgeplant werden, werden in der Produktionssteuerung Aufträge auf Basis des Zeitplans freigegeben und gesteuert.

Ziel

Die Produktionsplanung zielt darauf ab, Prozesse und Abläufe innerhalb der Fertigung so zu konzipieren, dass Kapazitäten (Maschinen und Arbeitsplätze) optimal ausgenutzt werden, dass einzelne Aufträge möglichst kompakt abgearbeitet werden, dass fristgerecht geliefert werden kann, damit Bestände gering gehalten werden, um damit Kapitalbindungskosten (z.B. Kosten für die auf Lager befindlichen Waren eines Herstellers) zu minimieren.

Vorgehen

Die Produktionsplanung & Produktionssteuerung kann in folgende Unterpunkte gegliedert werden:

  • Produktionsprogrammplanung
    Im Produktionsprogrammplan werden Werte und Termine für die Produktion eines einzelnen Produktes/ Produktgruppen festgehalten und nach mittel oder kurzfristigen Zeiträumen, also Monaten oder Wochen, gegliedert.

  • Mengenplanung
    Hier wird definiert, welche Rohstoffe/ Einzelkomponenten/ Baugruppen/ Zukaufteile in welchen Zeiträumen benötigt werden, um die geplanten Fertigungsmengen produzieren zu können, während gleichzeitig Bestände möglichst gering gehalten werden („Just-in-Time-Logistik“). Die zu produzierenden Fertigungsmengen ergeben sich aufgrund konkreter Kundenaufträge und Bedarfsprognosen.

  • Kapazitätenplanung
    In der Kapazitätenplanung werden Durchlaufzeiten für einen oder mehrere Fertigungsaufträge, unter Berücksichtigung des Produktionsprogrammplans/aller Zeitfaktoren ermittelt.

  • Auftragsfreigabe
    Wenn die Produktion zeitlich und mengenmäßig etwa 1-3 Monate im Voraus geplant wurde, kann der Auftrag freigegeben werden. Um auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren zu können, muss der Planungshorizont für Feinabstimmungen ab der Freigabe auf etwa 1-2 Wochen verkürzt werden. Zudem wird die Instanz „Auftragsüberwachung“ zugeschaltet, um die Planeinhaltung im Fertigungsablauf zu kontrollieren.

Tipp

In der Produktionsplanung sollte auch eine Strategie für Störungen der Fertigung (Personal-, Maschinen- oder Lieferschwierigkeiten) bedacht werden.

Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Produktionsplanung_und_-steuerung#Produktionsplanung_und_-steuerung_nach_dem_Push-Prinzip_.28schiebendes_Prinzip.29

http://www.karteikarte.com/card/349426/pps-produktionsplanung-und-steuerungssystem

http://www.karteikarte.com/card/349428/ziele-pps

http://www.karteikarte.com/card/349434/auftragsabwicklung-mit-pps

https://www.thm.de/fsz/images/Beispiel_Lehrbriefe/PPS1-15%20Seiten.pdf


Studienarbeiten:

Redesign it - Meiller - Grimm - WS 16/17

Redesign it - Bartenstein - Wieland - WS 16/17

Redesign it - Herrmann - Petersen - WS 16/17
Redesign it - Lorz - Schmid - WS 16/17

Redesign it - Bauer - Brandl - WS 16/17

Redesign it - Anders - Kantorski - WS 16/17
Elektrischer Mixer - Mühlenberg - Sailer - SS18

Beispiele