Erklärung

Um zielorientiert zu arbeiten ist es unerlässlich eine präzise Aufgabenstellung zu formulieren. Diese muss in schriftlicher Form, möglichst abstrakt und kurzgehalten vorliegen und dient sowohl Auftraggeber als auch Auftragnehmer als Bezugspunkt.

Bei der Aufgabenstellung ist es wichtig das Thema so einzufangen, dass es so allgemein wie möglich und gleichzeitig so wenig einschränkend wie möglich formuliert ist. Dadurch wird verhindert, dass innovative Lösungsfindungskompetenzen (meist sogar unabsichtlich) beschnitten werden.

Aufgabenstellungen werden u.a. im Lastenheft dokumentiert.

Ziel

Ein gutes Briefing/ Aufgabenstellung ist das Fundament für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, da es einen beidseitig akzeptierten Projektrahmen bildet. Dadurch werden Missverständnisse vermieden, die Effizienz der Arbeit wird verbessert, da sie zielorientiert ablaufen kann.

Fernziel einer optimal formulierten Aufgabenstellung ist Kosteneinsparung durch Vermeidung von Unklarheiten und das Erreichen eines, für beide Parteien erfolgreichen Arbeitsergebnisses.

Vorgehen

Für die Aufgabenstellung/ Briefing gilt: Das zu erreichende Arbeitsziel sollte präzise und knapp (max. Dreizeiler) zusammengefasst sein.

Dafür kann es hilfreich sein Fragen zu stellen:

  • Wo stehen wir? (Produktportfolio, …) 
  • Wie hoch sind Anforderungen des Projektes/ Projekttiefe? (Re-Design,Neuentwicklung, Innovation,...) 
  • Warum machen wir dieses Projekt? (Kostensenkung, Qualitätssteigerung, …) 
  • Was erwarten wir von dem Projekt? (Marktführerschaft, Innovationsführerschaft, …) 
  • Welches Budget steht zur Verfügung? (Entwicklung, Forschung, Marketing, Design, …) 
  • Wie wird das Projekt organisiert? (Projektverantwortung, Meilensteine, Zeitplan, …) 
  • Wer ist die Zielgruppe? (Betreiber, Nutzer, Kunde des Betreibers, …) 
  • Wie ist das Projektteam zusammengesetzt? (Konstruktion, Marketing, Design, Vertrieb, …)
  •  Welche Funktionen und Anforderungen muss das Produkt erfüllen (technisch, logistisch, ergonomisch,...) 
  • Welche Differenzierungspotenziale bestehen? (funktional, technisch, ästhetisch, …) 
  • Welche Stückzahlen werden angestrebt? (Kleinserie, Großserie, Sonderbau, …)
  •  Welche Vertriebskanäle werden genutzt? (Direktvertrieb, Fachhandel, …) 
  • Wie wird der Erfolg bemessen? (Kundenfeedback, Ertragssteigerung, ...) 

Tipp

  • Schreiben statt sprechen.
  • Direkt sein, ohne Umschweife, auf den Punkt kommen. 
  • So kurz wie möglich, um die Gefahr, dass wichtige Punkte untergehen zu vermeiden.
  • Keine Salamitaktik. Alle wichtigen Informationen müssen offengelegt werden.

Quellen

Studienarbeiten:
Trocknungsanlage - Geldhauser - Hudde - Besendörfer - SS 06
Außenleuchte - Voller - Bohn - Schönrich - WS 12/13
Ordnungssysteme - Bitter - Rasehorn - SS 14
Kotaufnahme - Wagner - Thomas - WS 07/08
Dreirad Pedelek - Knape - Markovic - Ernst - Backmerhoff - WS 13/14
Papier plus X - Futschik - Immler - WS 11/12
Außenleuchte - Höfer - Hufnagel - Marschner - Siemann - SS 14
Leichtbaufahrrad - Markert - Schöneboom - Bahr - WS 09/10
Formholz plus X - Markovic - Stuhler - SS 13
Styroporschredder - Arnold - Herget - Immler - Fritsch - Chimienti - Ruck - SS 12
Rauchmelder - Weyermann - Leppänen - Gabriel - WS 13/14
Dirty Dogs - Zhang - Zerle - Nakajima - WS 09/10

Beispiele