Erklärung

Durch eine ganzheitliche Gestaltung sollen Produkte, Dienstleistungen und Umfelder für alle erreichbar, zugänglich und bedienbar sein – unabhängig davon, welche Fähigkeiten jemand hat, wie alt er ist, was für einen Körperbau die Person hat und in welcher Lebenssituation sie sich befindet.

Das bedeutet:

  • Ungehinderte Sicht auf essenzielle Komponenten für stehende/sitzende Nutzer.
  • Komfortable Erreichbarkeit aller Komponenten für stehende/sitzende Benutzer.
  • Berücksichtigung vielfältiger Hand- und Greifgrößen.
  • Einplanen von Raum für Hilfspersonen oder die Nutzung von Hilfsmitteln.

Ziel

Ziel ist es ein Design zu generieren, durch welches Stigmatisierung oder auch Ausgrenzung bestimmter Nutzergruppen vermieden wird und welches die Anwendung in möglichst vielen unterschiedlichen Szenarien, Umfeldern und Situationen ermöglicht.

Vorgehen

Zugänglichkeit und Erreichbarkeit kann sich auf sehr viele Umfelder und Szenarien beziehen. Vor allem in öffentlichen Räumen und an Arbeitsplätzen ist die Berücksichtigung dieses Punktes wichtig. Auch empirische Daten der Anthropometrie geben Richtlinien vor: Welche durchschnittlichen Armlängen hat ein Mensch (mindestens 5. - 95. Perzentil)? Welche Bewegungsradien hat ein Mensch? Wie verändern sich die Daten bei sitzender und stehender Tätigkeit?

Die Erreichbarkeit kann sich zudem auf die Distribution beziehen – dies betrifft vor allem Produkte und Dienstleistungen: Sind sie nur Online erhältlich? Ist die Verfügbarkeit nur im städtischen Raum gegeben?

Auch Daten aus der Biomechanik, also der Wissenschaft, die Bewegungen, Freiräumen, die sich aus der Bewegung ergeben und den Bewegungsapparat biologischer Systeme generell behandelt sind in den Gestaltungsprozess mit einzubeziehen.  

Zudem ist es wichtig mögliche Nutzer und deren Bedürfnisse früh mit in den Gestaltungsprozess zu integrieren.

Tipp

Aus der Zusammenarbeit mit Menschen, die nicht der „Norm“ entsprechen bilden sich häufig ganz neue Perspektiven und Ideen.

Quellen

Beispiele