Kurzbeschreibung

Empathy Tools, also "Einfühlungs-Hilfsmittel",  sind Objekte bzw. Geräte, sowie ablenkende Aufgaben, die dem Designer eine bestimme Beeinträchtigung des Nutzers, für den ein Produkt oder eine Dienstleistung entwickelt wird, simulieren.

Ziel

Ziel der Empathy Tools ist, dass sich der Designer während des Entwurfsprozesses selbst so gut wie möglich in einen Nutzer hineinversetzen kann, der z.B. bestimmte körperliche Voraussetzungen und besondere Arbeitsumfelder hat. Dadurch kann ein zu entwickelndes Produkt möglichst optimal auf den Nutzer angepasst werden.

Vorgehen

  1. Die spezifische Situation, Art und Schwere der Beeinträchtigung des Nutzers verstehen.

  2. Ermitteln oder Anfertigen eines oder mehrerer Werkzeuge (Tools), die angewendet werden können, um die Benutzersituation oder Beeinträchtigung zu simulieren - z.B. Sehkraft-mindernde Brille, Handschuhe die Arthritis simulieren, Lautstärke bestimmter Arbeitsumfelder, Tinnitus, Übergewicht, Beinbruch, ...

  3. Bestimmen, welches Maß an Realitätstreue die Simulation haben muss und wie lange die Simulation ausgeführt werden soll (Gewohnheit an eine Beeinträchtigung).

  4. Durchführen der Simulation zusammen mit einem Beobachter. Das Geschehen sollte zur objektiven Analysierbarkeit protokolliert und gefilmt werden.

  5. Anschließend sollte die Simulation reflektiert werden - was ist aufgefallen?

  6. Analyse der Reflexion, des Protokolls und der Beobachtung, um Schlüsse für das weitere Vorgehen zu ziehen.

Vorteile

  • Erfahren der Nutzersituation am eigenen Leib.
  • Eignet sich vor allem zum Einstieg in eine neue Themenstellung/ zu Recherchezwecken.

Nachteile

  • Realitätstreue der Simulation kann stark variieren.
  • Unter Umständen sehr zeit-/kostenintensiv.
  • Ersetzt keine Tests / Gespräche mit dem echten Nutzer.

Quellen

http://designresearchtechniques.com/casestudies/empathy-tools/

Personen

ab 2

Dauer

Stunden/Wochen

Material

Empathy Tool(-s)

(Testprodukt)

Kamera

Aufzeichungswerkzeug

Beispiele