Erklärung

Eine Kompetenz setzt sich zusammen aus Erfahrung, Wissen, Sachverstand und Fähigkeiten. (1,2)

Um als Unternehmen, Designer oder Dienstleister auf dem Markt Wettbewebsvorteile aufzubauen, ist es notwendig zu wissen, was man kann, wofür man steht und welche Kompetenzen man halt. Von Kernkompetenz wird gesprochen, wenn eine Fähigkeit, unabhängig davon, auf welches Fachgebiet (Kompetenzfeld) oder welche Branche sich diese bezieht, besonders vertieft ist. Diese Eigenanalyse ist im strategischen Management üblich.

Die Analyse der Kompetenzen ist unerlässlich, um Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten. Zudem werden Kompetenzen und Fachwissen sogar als eine Art immaterieller Ressource gehandhabt, da dies von konkurrierenden Unternehmen nur mit sehr hohem Arbeitsaufwand kopiert werden kann. 

Da aber der Aufbau von Kernkompetenzen auch für das eigene Unternehmen nicht günstig ist (Up-To-Date-Sein, kontinuierliches Beobachten der Konkurrenz, Spezialisten einstellen...), ist es wichtig sich auf nur eine, wenige (verknüpfte), oder eine einzigartige Kombination von Kernkompetenzen zu orientieren. Das wirkt auch bei Kunden glaubwürdiger, da „Eier legende Wollmilch-Säue“ nur selten funktionstüchtige Phänomene sind.

Wenn Wissen und Know-How auf einem Bereich tief ausgeprägt ist, bringt das den Kunden Vorteile und schafft Vertrauen. Man wendet sich an einen Experten.

Ziel

Ziele einer fundierten Eigenkompetenzanalyse sind vor allem das Herausstellen von Alleinstellungsmerkmalen und das Setzen von Schwerpunkten, in denen ein Unternehmen wirklich überzeugen kann. Diese Kompetenzen sollten, wie auch Unternehmenswerte und Wissen um die CI, tief im Unternehmen verwurzelt sein, denn dadurch können zum einen Kosten für zusätzliche Recherchen etc. gespart werden, zum anderern sichert man sich auf dem Markt Vorteile und einen treuen Kundenstamm. Wenn verschiedene, innovative Kernkompetenzen verlinkt werden, können neue Märkte erschlossen werden.

Durch die Analyse und das Wissen um die besondere Eigenkompetenz kann ein Unternehmen fortschrittsorientierte und wirtschaftliche Firmenstrategien und Geschäftsmodelle entwickeln, die Erfolg, Sicherheit und Kundennähe auch in der Zukunft versprechen.

Vorgehen

Kernkompetenzen werden definiert als Fähigkeiten, die wertvoll, selten und schwer zu immitieren sind und besser werden, je intensiver sie von einer Organisation eingesetzt werden. (1)

Um zu analysieren, welche besonderen Eigenkompetenzen ein Unternehmen, oder auch man selbst besitzt, gibt es viele Methoden. 

Die meisten basieren auf dem Ausfüllen von Fragebögen zu Selbsteinschätzung. Zusätzlich können externe Spezialisten und Coaches zur Fremdeinschätzung und Beurteilung von Fragebögen zu Rate gezogen werden. Auch die Außeneinschätzung von Kunden und Lieferanten kann zur Kompetenzanalyse abgefragt werden. Es ist immer von Vorteil Fremd- und Selbstwahrnehmung gleichermaßen zu analysieren, um mögliche Differenzen ausfindig zu machen und sich optimal zu positionieren.

Gerade in Unternehmen gibt es oft eine ausgeprägte thematische und produktspezifische Ausrichtung, die weiter ausgebaut werden kann oder bestimmte Produkte, die besonders erfolgreich sind. Hierbei gilt es zu analysieren, was diese Produkte so erfolgreich macht und warum diese sich von Produkten anderer Wettbewerber abheben. Auch Problemprodukte können im Gegensatz verglichen werden. 

Es gilt auch die Mitarbeiter zu beobachten um zu sehen welche Personen Schlüsselpersonen/Leitfigur sind, die Wissen bündeln. Wichtig ist es dafür zu sorgen, dass Wissen auch vernetzt und weitergegeben wird, damit dieses weiterbesteht, falls die Koryphäe/Experte nicht mehr verfügbar sein sollte.

Tipp

Berufliche Kompetenzen sind ständig neu anzupassen und zu erweitern. Die Veränderungen in der Arbeitswelt erfordern eine konsequente Weiterentwicklung der fachlichen und sozialen Kompetenzen. Es ist außerdem für spezialisierte Unternehmen mit geringem Eigenkompetenzumfang ratsam, zuverlässige Zulieferer oder Zusatzdienstleister an der Hand zu haben, um ein größeres Dienstleistungsspektrum anbieten zu können (Systemschema), konstantes Niveau zu liefern und dabei vetraglich geregelte Konditionen und Fristen sowie barrierefreien Informationsaustausch zu gewährleisten. Diese Art von Outsourcing und Vernetzung fördert die Entwicklung ganzheitlicher, innovativer Produkte .

http://www.provinz.bz.it/berufsbildung/download/kompetenzanalyse.pdf Hier finden Studenten eine Kompetenzanalyse, die bei Portfolioerstellung interessant sein kann.

Quellen

(1) www.4managers.de/management/themen/kernkompetenzen/ 
(2) www.duden.de/rechtschreibung/Kompetenz 

Beispiele