Kurzbeschreibung

Beim inversiven Brainstorming wird von einer gegebenen Situationsbeschreibung ausgegangen, statt von einer genauen Problembeschreibung wie beim klassischen Brainstorming.

Ziel

Ziel ist eine eigene Problemerfassung ohne Vorgabe und somit eine vielseitige Problemabwägung und gleichzeitige Gewinnung einer Lösung.

Vorgehen

  1. Beschreibung der Situation, die durch eine Person, die nicht am Brainstorming beteiligt ist, geklärt werden soll.
    Beispielsituation:
    Mitarbeiter nutzen ungern PCs, arbeiten viel analog statt digital.

  2. Suche nach Ursachen und Problemen, die die Situation auslösen.
    Beispiel möglicher Problemdiagnosen:
    •  Mitarbeiter kennen sich mit der Software nicht aus.
    •  Mitarbeiter haben Angst die PCs kaputt zu machen.

  3. Ideenfindung : Entwicklung möglicher Lösungsansätze, Aufschreiben und Sammeln (keine Kritik anbringen, Quantität vor Qualität!) auf Karteikarten.
    Beispiel möglicher Lösungsansätze:
    • Schulung der Software für Mitarbeiter.
    • langsame Umstellung auf PCs (nur bestimmte Sachen auf PC).

  4. Ordnen der Lösungsansätze auf Karten / DIN A3 Board durch Moderator.

  5. Bewerten der Lösungen.

  6. Einigung auf eine Lösung und Ausarbeitung, Konsequenzen.

Vorteile

  • Einfache und wenig aufwändige Vorbereitung und Durchführung
  • Sammlung vieler Ideen in kurzer Zeit 
  • Gegenseitige Kreativanregung durch viele Teilnehmer / durch die Gruppe
  • Eigene Problemerfassung, keine mentalen Einschränkungen


Nachteile

  • Wenig optische Anreize, Ideen sehr abstrakt dargestellt (nur mit Worten)
  • Aufwändige Nachbearbeitung bei großer Ideenflut nötig 
  • Kritik äußern im ersten Moment nicht möglich, Meinungen können verloren gehen
  • Falsche Problemerfassung der gegebenen Situation

Quellen

“Kreativ managen: Ein Leitfaden für Unternehmer, Manager und Projektleiter“ von Georg Winkelhofer, Seite 177f., 2006

Personen

5 - 9

Dauer

20 - 30 Min.

Material

Stifte

(Kartei) Karten

DIN A3 Board

Beispiele