Kurzbeschreibung

SCAMPERR ist eine Kreativtechnik, die vom Thinkpak-Designer Micheal Michalko, aus der Osborn Methode (SCAMPER) weiterentwickelt wurde (siehe „Osborn Methode“).

SCAMPER bestet aus den Buchstaben, die für „Substitute, Combine, Adapt, Modify, Put to other use, Eliminate [...] Rearrange“ (1) stehen. Das zweite „R“ steht für „Reverse“, also umkehren, wenden, umdrehen.

Ziel

Ziel der SCAMPERR Checkliste ist es sämtliche für ein Projekt/Innovation wesentlichen Aspekte zur Ideenfindung übersichtlich darzustellen und so zu gestalten, dass sie systematisch abgearbeitet werden können.

Vorgehen

Die Osborn Checkliste aus den Beispielen kann ausgedruckt werden.

Alternativ können zu den Oberbegriffen Substitute (=ersetzen), Combine (=neu/anders kombinieren), Adapt (=anpassen/überarbeiten), Modify/Magnify/Minimize (=modifizieren/abwandeln/vergrößern/verkleinern), Put to another Use (=Anwendungsbereich/Kontext verändern), Eliminate (entfernen/reduzieren/vereinfachen), Rearrange (anders zusammensetzen) und Reverse (auf den Kopf stellen/umkehren/von innen nach außen wenden) Fragen aufgestellt werden, wie:


  • Was kann ersetzt werden? (z.B. Materialien, Komponenten, Bauteile, Zielgruppen, Szenarien, Antrieb, Verfahren, Energiequellen, Geräusche,...)
  • Kann das Produkt mit etwas anderem verknüpft/gekoppelt werden?
  • Können Bauteile/Elemente anders zusammengesetzt werden?
  • Was passiert, wenn man mehrere Produkte kombiniert?
  • Wie ist die Situation in der Vergangenheit gemanagt worden?
  • Was kann man nachbilden/kopieren?
  • Was passiert, wenn ich einzelne Bauteile überarbeite?
  • Kann man Bauteile an die Zielgruppe/das Umfeld anpassen?
  • Was sind Elemente, die modifiziert werden können?
  • Was ist das große Ganze?
  • Wie ist das übergeornete System?
  • Müssen Elemente fester, stabiler, größer, länger, höher sein?
  • Was ergibt sich, wenn ich den betrachteten Zeitraum vergrößere?
  • Sind zusätzliche Bauteile nötig?
  • Was kann man kompakter halten, verkleinern, reduzieren, verkürzen, abspecken, leichter machen, rationalisieren, modularisieren, weglassen?
  • Welcher andere Gebrauch ist möglich?
  • Wie kann man den Kontext verändern?
  • Was passiert mit dem Produkt, wenn es in einem anderen Bereich Anwendung findet?
  • Was kann man umordnen? (Ursache/Wirkung, Input/Output, Eingang/Ausgang, Oben/Unten, schnell/langsam, Kontrolle/Durchführung, Einweg/Mehrweg,....)
  • Was ist, wenn Innenliegendes außen wäre?

Diese Liste kann massiv erweitert werden und in willkürlicher Reihenfolge abgearbeitet werden.

Wichtig ist dabei nur, dass Ideen wertungsfrei festgehalten und gesammelt werden. Zudem kann es hilfreich sein, wenn kleine Grafiken eingebaut werden.

Im Nachhinein kann eine Ideenbewertung angehängt werden.

Vorteile

  • Die Checklisten-Elemente geben umfassende Anhaltspunkte zur Generierung von Ideen.
  • Kann in Einzelarbeit, aber auch im Team durchgeführt werden.
  • Bietet sich an, wenn bereits Produktideen/Produkte vorliegen, die verändert werden sollen.
  • Kann auch auf Brainstormingsitzungen folgen.
  • Systematische und übersichtliche Herangehensweise.

Nachteile

  • Zeitintensiv.
  • Durch die abgearbeiteten Fragen kann es sein, dass vollkommen andersartige Ideen nicht aufkommen.
  • den Anfang eines Innovationsprojekts geeignet.
  • Es muss eine Basis vorliegen.

Quellen

(1) http://manualthinking.com/tag/osborn-checklist/ www.wikipedia.org
www.ideenfindung.de

Personen

Mindestens 1

Dauer

60 Min.

Material

selbstausgearbeitete/gedrucke Checkliste

Stifte

Beispiele