Kurzbeschreibung

Das Brainwriting ist eine Kreativtechnik (ähnlich dem Brainstorming), die darauf aufbaut, dass Ideen ungefiltert und unbewertet sprudeln können.

Brainstorming ist eine Technik, die in Gruppen durchgeführt wird: Gruppenteilnehmer äußern ihre Ideen öffentlich,  wodurch allerdings andere Teilnehmer beeinflusst werden. Die Gruppe wird häufig von wenigen dominiert, zudem müssen die Ideen von einem Moderator dokumentiert werden. Worte können manchmal weniger anschaulich beschreiben, als Skizzen.

Brainwriting ist stattdessen eine Technik, bei der Gruppenteilnehmer, aber auch Einzelpersonen ihre Ideen für sich aufschreiben/aufzeichnen, sie können dann im Nachhinein besprochen werden. Diese Technik findet z.B. in der 635-Methode Anwendung und kann auch beim Mind-Mapping genutzt werden.

Ziel

Ziel des Brainwriting ist es Ideen aller Gruppenmitglieder gleichermaßen erfassen zu können.

Vorgehen

  1. Jeder Gruppenteilnehmer (max. 7 Personen) erhält Papier und Stifte. Die Aufgabenstellung wird definiert und besprochen.

  2. Dann kann ohne Regeln los gezeichnet/geschrieben/gekritzelt werden – nach dem Motto „alles ist möglich“! Es geht darum möglichst viele Ideen in kurzer Zeit zu generieren. Zeichnungen, bzw. schnelle Skizzen dienen nur der Kommunikation, nicht ästhetischen Zwecken, weshalb diese so einfach wie möglich gehalten sein sollen sollen, um nicht vom eigentlichen Ziel abzulenken. Weder die eigenen Ideen, noch die von Gruppenteilnehmern, dürfen im Prozess bewertet werden, um die Kreativität nicht zu blockieren.

  3. Nach einem definierten Zeitraum werden die eigenen Blätter unter den Gruppenmitgliedern rotiert. Es kann aber auch definiert werden, nach wie vielen Ideen das Blatt weitergereicht werden soll (siehe 635-Methode). Brainwriting kann, muss aber nicht kollaborativ ablaufen, da die Technik auch alleine durchgeführt werden kann.

  4. Erst, wenn alle Blätter von den einzelnen Gruppenmitgliedern weitergearbeitet wurden, oder eine definierte Zeit vergangen ist, wird über das Gezeichnete/Geschriebene gesprochen, Ideen und Vorstellungen werden präsentiert, evaluiert und das weitere Vorgehen festgelegt (z.B. eine weitere Brainwriting-Runde/Ideenbewertung und Auswahl...).

Vorteile

  • Viele Ideen können in kurzer Zeit gesammelt werden.
  • Jedes Gruppenmitglied bringt sich ein.
  • Jedes Gruppenmitglied kann sich mit jeder Idee identifizieren, da alles von jedem weitergearbeitet wurde.

Nachteile

  • Da jeder für sich arbeitet, kann es zu Dopplungen von Ideen kommen.

Quellen

Personen

mindestens 1

Dauer

30 Min

Material

Papier

Stifte

Beispiele