Erklärung

Vorkonzepte werden von Designern entworfen, um vor der endgültigen Ausarbeitung von einem auszuarbeitenden Designkonzept, Meinungen von relevantem Publikum und unternehmensinternen Entwicklungsteams einzuholen und dient vor allem der Kommunikation von Visionen.

Innerhalb der Designkonzeption werden als Vorkonzepte zwei bis drei Varianten mit unterschiedlichen gestalterischen Richtungen visualisiert. Aufgrund der Reaktion der Teammitglieder oder der potenziellen Käufer (Product Clinics/Product Testing) gilt es abzuschätzen, welche Variante weiter verfolgt wird und welche Elemente der unterschiedlichen Vorkonzepte in einen Endentwurf übernommen werden kann.
Vorkonzept-Varianten und Designstudien sind insbesondere bei Konsum- und Luxusgütern ein gängiger Weg, um die Marktfähigkeit eines Entwurfes zu beurteilen.

Vorkonzepte werden vor der detaillierten Ausarbeitung gegeneinander abgewogen und aus interdisziplinärem Blickwinkel evaluiert, da die folgende Konstruktion bis zu 70% der Herstellkosten ausmachen kann.

Ziel

Konzeptstudien und deren Vorkonzepte beinhalten Produktvisionen. Sie sind anschaulich ausgearbeitet und dienen vor allem der Kommunikation und Diskussion bezüglich weiterer Ausarbeitung.

Ziel der Vorkonzepte ist die Entwicklung von Produktvisionen, von neuen, logischen Funktionskonzepten und emotionaler Designsprache, die dem auszuarbeitenden Produkt einen starken, singulären Charakter geben soll.

Vorgehen

Es werden meist mehrere Vorkonzepte ausgearbeitet, die als Indikator für erste Reaktionen des Entwicklungsteams oder auch der künftigen Konsumenten dienen. Sie haben eine hohe Aussagekraft für zukünftige Entwicklungen.

Mit Konzeptstudien versucht man die Akzeptanz für potenzielle Neuerungen, sowie mögliche zukünftige produktbestimmende Faktoren (Bsp. Trends, Innovationen, neue Technologien, Individualisierung etc.) auszuloten. Meist sind Vorkonzepte futuristischer und querdenkender, als das endgültige Konzept, da Visionen eindrucksvoll kommuniziert werden müssen. Es ist zudem einfacher Konzepte abzuspecken, als sie im Nachhinein aufzufüllen.


Die methodengestützte Vorkonzept-Untersuchung (Product Clinics/Product Testing) soll das Konzept validieren und absichern, um einen Innovations- und Markterfolg sicherzustellen.

Fragen, die in einem Vorkonzept beantwortet werden sollten, sind:

  • Welche Funktionen sollte ein Produkt umfassen und wie sind sie visualisiert?
  • Welche Designelemente könnten hier Key Visual bzw. Leitbild sein?
  • Bildet das gestalterische Grundmotiv der Designsprache die Positionierung der Marke oder des Unternehmens ab?
  • Weitere Untersuchungs-Aspekte bei Vorkonzepten sind Funktionalität, Material, Form, Farbe, Ergonomie, Haptik u.v.m.
  • Welche Visionen hat das Unternehmen?
  • Welche Zukunftsszenarien sind zu erwarten?

Tipp

Produkte und Dienstleistungen haben immer komplexerer Anforderungen, Unternehmen müssen der Konkurrenz einen Schritt voraus sein, gerade wenn es um Pläne und Ideen für zukünftige Entwicklungen geht.

Mehrere substanzielle und gut visualisierte Designvorkonzepte mit einer Bandbreite an Lösungsansätzen können kommunizieren, was den Zielmarkt am besten anspricht und ansprechen wird. Konzepttest-Fokusgruppen sind in der Lage, ein Feedback zu geben, weshalb sie ein Konzept gegenüber einem anderen bevorzugen.

Quellen

www.surveymonkey.de www.wikipedia.de www.innovationsmethoden.info Studienarbeiten:

Studienarbeiten:

Dreirad - Arnold - Klöpfer - Wuchold - WS 13/14

Formholz Wartemöbel - Klöpfer - Renth - SS 13

Dreirad - Stuhler - Spaderna - Gräbner - WS 13/14

Wartemöbel - Arnold - Weber - SS 13

Redesign it - Roser - Reichhardt - SS 16

Redesign it - Naumann - SS 16

Redesign it - Lechner - Landwehr - SS 16

Elektrischer Mixer - Buchberger - Wolf - SS18
Elektrischer Mixer - Klug - Jirmann - SS18

Beispiele