Erklärung

User Experience (UX) oder zu deutsch Erlebnis des Nutzers, auch Erfahrungswert durch Anwendung, beschreibt alle Facetten von Erfahrungen, die ein Benutzer in der Interaktion mit einem Produkt, einer Umgebung, einer Einrichtung oder einer Dienstleistung wahrnimmt. Es geht um Optimierung durch gute Gebrauchstauglichkeit, Zugänglichkeit und Freude bei der Handhabung.

In der DIN ISO 9241-210 wird UX definiert als „Wahrnehmungen und Reaktionen einer Person, die sich bei der Benutzung oder der erwarteten Verwendung eines Produkts ergeben“.

Der Begriff wird häufig mit Mediengestaltung in Verbindung gebracht, bezieht sich jedoch auch auf sämtliche nicht-digitalen Produkte.

Die Erfahrung, die ein Nutzer mit z.B. einem Produkt verbindet, hängt zunächst einmal davon ab, ob es Erwartungen und Bedürfnisse erfüllt (Haus = Schutz; Software = nicht hackbar, unterhaltsam; Auto = fährt sicher von A nach B). Doch nicht nur die reine Funktion, Leistungsmerkmale oder die Ästhetik spielen eine Rolle, sondern auch die Funktionalität und Gebrauchstauglichkeit. Die UX fällt meist subjektiv aus und ist abhängig von Kenntnisstand und Eigenschaften des Nutzers (Markenwahrnehmung, Bildung, ethnische Herkunft, …), sowie vom Anwendungskontext (Streichmesser zum Steak-Essen).

Psychologische und physiologische Reaktionen und Emotionen können durch Umfragen und Messungen ausgewertet werden.

Ziel

Ziel der Arbeit mit UX ist es Maßnahmen kennenzulernen und zu implementieren, mit denen ein Produkt bei einem Anwender eine intendierte (emotionale) Reaktion auslöst.

Vorgehen

Zunächst ist es wichtig den Nutzungskontext zu analysieren – also, den Nutzer selbst, die Situation, in der er sich bei der Anwendung befindet, die Umgebung, die Uhrzeit und die Häufigkeit des Gebrauchs, die Anwendungsziele und zugehörige Arbeitsabläufe.

Dann müssen die Anforderungen analysiert werden, die der User an ein Produkt/Dienstleistung/Raum stellt. Hierzu gehören auch die Bedürfnisse, Wünsche und (unbewusste) Erwartungen.

Auf Basis dieser Recherche können Konzepte ausgearbeitet werden, in die psychologische Erkenntnisse zur Gebrauchstauglichkeit, Handhabbarkeit, Bedürfnisbefriedigung und Interaktion einfließen. Die Konzepte werden zu Mock-ups ausgearbeitet, die im nächsten Schritt evaluiert werden.

Evaluiert wird der ausgearbeitete Entwurf wiederholt mit der Zielgruppe, Kritikern, Experten und potenziellen Kunden durch Ausprobieren, Tests, Umfragen und Gesprächen um sicherzustellen, dass die Anforderungen und Wünsche erfüllt werden und dass das durch die Nutzung intendierte Erlebnis wie erwartet wahrgenommen wird.

Tipp

Da die User Experience eng mit der nutzerorientierten Gestaltung verknüpft ist, werden zur Recherche ähnliche Methoden, wie Interviews und Umfragen, Personas, Use Cases, Prototyping und Usability Tests, durchgeführt.

Quellen

http://www.artline-bremen.com/user_experience.html
http://de.wikipedia.org/wiki/User_Experience

Beispiele