Erklärung

Ein Konzeptansatz ist die Grundlage zur Herausarbeitung eines Konzepts, also einer Idee, eines Plans oder Rohentwurfs für ein künftiges Produkt/Re-Design eines bestehenden Produkts. In diesen Ansätzen werden Einfälle und Gedanken festgehalten, die prägend sind für den späteren Entwurfsverlauf.

Es gibt mehrere Arten von Konzeptansätzen:

Beispielsweise solche, die sich auf Formen beziehen, also Formkonzepte, die die Produktgestalt näher beschreiben und teilweise ausarbeiten. Es werden mehrere mögliche Formen anhand von Scribbles und kurzen Erklärungssätzen dargestellt. Hier geht es hauptsächlich um die äußere Form des Produktes und die Ergonomie. Am Ende kann man dann in einer Übersicht erkennen, welche Formen weiter ausgearbeitet werden können und welche Entwürfe eher ungeeignet sind.

Beziehen sich die Konzepte auf die Struktur, werden sie als Strukturkonzepte bezeichnet. Diese behandeln beispielsweise die Anordnung der Bauteile (Motor, Kopplung, Welle, ...), die unterschiedlich sortiert werden, um die geschickteste Lösung zu finden. Bei Strukturkonzepten geht es um den inneren Aufbau von Produkten. Man entwickelt mehrere Strukturen, also „innere Aufbauten“ des zukünftigen Produkts mit seinen Funktionselementen. Besonders zu beachten sind hier die technischen Möglichkeiten und Varianten der einzelnen Bausteine.

Auch ergonomische Konzepte sind wichtiger und elementarer Bestandteil der Gestaltung von Produkten und Arbeitsmitteln.

Ziel

Ziel der Konzeptansätze ist es möglichst umfassende und vielfältige Ideen zu erarbeiten, um ein stimmiges Grundkonzept zu erarbeiten. Eine Vielzahl von Konzepansätzen kann auch als Sammlung von Inspirationen zu neuen/weiteren Produkten/Dienstleistungen dienen. Konzeptansätze sollten auf möglichst vielen Produktebenen (Ergonomie, äußere Erscheinung, Bauteilanordnung, etc.) erstellt werden, um ganzheitlich zu arbeiten.

Vorgehen

  • Zunächst muss der Wesenskern der Aufgabe durch eine reduzierte Darstellung der Produktfunktionen definiert werden. Hieraus ergeben sich Widersprüche und neue Problemlösungen:
  • Bezeichnet man die Geschirr-SPÜL-maschine als Geschirr-REINIGUNGSmaschine, wird eine viel breitere Palette an Lösungsgedanken angeregt. Produktfunktionen werden in Teil-Funktionen untergliedert. Für jede Teilfunktion bieten sich verschiedene Lösungsprinzipien in Form, Funktion und Technologien.
  • Diese Prinzipien können dann wie vielfältig neu verknüpft werden, um eine Vielzahl an Lösungsvarianten für die Gesamtfunktion zu generieren. Wichtig ist, dass Konzepte so abstrakt wie möglich gehalten werden, um Gedanken nicht vorschnell in unbeabsichtigt erstellte Bahnen zu lenken.
  • Lösungsvarianten müssen dann durch umfassende Evaluierung und Bewertung (systematisch und methodisch) auf ein umzusetzendes Konzept eingedampft werden, womit die Entwurfsphase endgültig beginnt.

Tipp

Innovative Lösungen für kreative Konzeptansätze entspringen meist einer ausgiebigen Analysephase, auch kleine, schnelle („quick and dirty“) Mock-ups sind zielführend.

Quellen

Methodik Skript Teil1 von Prof. Wolfgang Schabbach
http://de.wikipedia.org/wiki/Konzept


Studienarbeiten:

Formholz Wartemöbel - Markovic - Stuhler - SS 13

Formholz - Bassarek - Nakajima - Vettel - WS 10/11

Styroporschredder - Born - Scheidig - Kotulla - SS 12

Dreirad - Arnold - Klöpfer - Wuchold - WS 13/14
Elektr. Mixer - Bieder - Greilinger - SS18

Beispiele