Erklärung

Prinzipiell sollen zu jeder Aufgabe möglichst viele unterschiedliche Lösungen erarbeitet werden, um einen möglichst umfassenden Lösungskorridor zu kreiren. Meist kommt es dann darauf an, in möglichst kurzer Zeit die guten und kostengünstigen Lösungen zu finden. Deshalb sollte jede Lösungssuche mit systematischen, bildhaften und ordnenden Methoden umgesetzt werden, um keine der vielversprechenden Lösungsmöglichkeiten zu übersehen.

Lösungsauswahl
Beim Analysieren der Lösungen müssen die spezifischen Eigenschaften der unterschiedlichen Teillösungen ermittelt werden. Neben den einzelnen Teillösungen muss auch das Zusammenspiel im Gesamtsystem untersucht werden.

Bei der Bewertung der Lösungen werden die IST-Eigenschaften der Lösungen den SOLL-Eigenschaften gegenübergestellt. So werden Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken einzelner Lösungsvarianten transparent und lassen sich unkompliziert herauslesen.

Die Festlegung der Lösung basiert auf der Bewertung der verschiedenen Alternativlösungen. Die abschließende Entscheidung kann direkt mittels Bewertungsverfahren (Bsp.: Morphologischer Kasten) oder einer zusätzlichen intuitiven Abwägung umgesetzt werden.

Ziel

Der eigentliche Entwurfsprozess besteht aus „Analysieren und Synthetisieren“:
Die Aufgabe der Analyse ist es Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen, die Aufgabe der Synthese ist es neue Eigenschaften aufzudecken, indem man diese in neue Zusammenhänge und andere Kontexte stellt.

Die als Konzept vorliegenden Lösungsansätze sind in dieser Phase konzeptionell, konstruktiv und gestalterisch auszuarbeiten. Das geschieht in einem iterativen Prozess mit Scribbels und dem Bau von Mock-up´s und Design-Modellen. Auch kann hier 3D-CAD eingesetzt werden, um erste Bauräume und Dimensionen der Baumodule zu klären und begreifen.

Vorgehen

Zuerst werden - die in der Analysephase definierten - Funktionen (aus Funktions- und Prozessanalysen) und andere Aspekte per Mind-Maps herausgearbeitet, Man generiert dann Ideen in möglichst schmalen und wichtigen Lösungsfeldern.

Die Fuktionen werden in Sub-Funktionen gegliedert, dazu werden dann Teil-Lösungen erarbeitet und final dann zu Gesamt-Lösungsansätzen "zusammen gedacht". Die Lösungen in Form von Skizzen, 3D-CAD und Mock-up´s werden dann zu  Vorkonzepten zusammengesetzt. 


Daraufhin entsteht nach und nach ein maßstäblicher Feinentwurf, in welchem die einzelnen Module ästhetisch, fertigungs- und sicherheitstechnisch, sowie quantitativ dimensioniert werden

Währenddessen werden einfache Design- und Ergonomie-Modelle zur Bewertung der äußeren Erscheinung und Funktionsmodelle hergestellt. Letztere dienen zum Beweis der Funktion, zum Überprüfen der Ergonomie und zum Testen von Bauräumen (diese sollten maßstabsgetreu sein).

Tipp

Die Entwicklungsprozesse befassen sich meist mit äußerst komplexen Problemstellungen. Diese sind ohne geeignete methodische Arbeitsweise kaum bearbeitbar. Lösungsansatz ist die Zerlegung komplexer Probleme in überschaubare Teilprobleme.
Durch Zusammensetzen von verschiedenen Lösungen der Teilprobleme zu unterschiedlichen Vorkonzepten ist es möglich, das Gesamtproblem zu lösen. Die Summe optimaler Teillösungen und Module führt aber nicht zwingend zu einer optimalen Gesamtlösung. Beim Zusammensetzen von Teillösungen zu einer optimalen Gesamtlösung ist intuitive Erfahrung des Designers nötig.

Quellen

Studienarbeiten:

Formholz Wartemöbel - Arnold - Weber - SS 13

Dreirad - Arnold - Klöpfer - Wuchold - WS 13/14

Formholz Wartemöbel - Klöpfer - Renth - SS 13

Dreirad - Immler - Lerch - Scheidig - WS 13/14

Außenleuchte - Schuppler - Schwarz - Silva - WS 12/13

Food Container - Kucerova - Krinke - WS 09/10

Outdoormöbel - Krinke - Leyerer - Schinagl - WS 11/12

Outdoormöbel - Erdle - Nußbaum - WS 11/12
Elektrischer Mixer - Blum - Greiner - SS18


www.wikipedia.de

Methoden der Produktentwicklung, Prof. Dr.-Ing. W. Engeln

Systems Engineering: Grundlagen und Anwendung  / Haberfellner, de Weck, Fricke, Vössner

Methoden der Produktentwicklung / Prof. Dr.-Ing. Udo Lindemann

Quelle: Skript Methodik 1 / Prof. Wolfgang Schabbach

Beispiele